Mensch sein – Gehirn nutzen – in und für die Zukunft

Die Zukunft macht vielen Menschen Angst. Sie fragen sich, ob sie dem zunehmenden Druck der Digitalisierung, der Übermacht der KI und den neuen Lebens-und Arbeitswelten gewachsen sein können. Ist das menschliche Gehirn überhaupt noch konkurrenzfähig?

Was ist das herausragende und bleibende des Menschseins? Die moderne Gehirnforschung hat uns gezeigt, wie überragend das menschliche Nervensystem ist.

Die fundamentale Voraussetzung ist, dass wir die Besonderheiten unseres Gehirns kennen und bedienen können. Denn nur wer sich selbst führen kann, kann auch andere führen. Hier ein paar Ideen und Anregungen.

Wertschätzung – Gehirn nutzen

gehirn-nutzen

Das menschliche Gehirn ist einmalig. Wir haben über 86 Milliarden Nervenzellen im Gehirn, die Billionenfach verknüpft sind. Dazu kommen das Körpernervensystem, das Herzgehirn und das
Darmgehirn.

Unsere Nerven sind zweisprachig, sie arbeiten über elektrische Impulse und mit chemischem Austausch. Der erste Schritt ist die Anerkennung und Wertschätzung dessen, was wir da
wertvolles zwischen den Ohren und im gesamten Körper haben. Wir Menschen denken und fühlen.

Vieles ist uns nicht bewusst und doch können wir das unbewusste hervorragend nutzen. Für Entscheidungen z.B. Da sind wir allen Maschinen überlegen.

Unser Gehirn ist quasi ein Supercomputer, der alle bisher erfundenen Computer in den Schatten stellt. Es kann vieles besser, manches können und dürfen wir auslagern, z.B. wenn es um die Analyse großer Datenmengen geht.

Nutzen und lernen

Der zweite Schritt ist, dass wir die Funktionsweise unseres Nervensystems und vor allem unseres Gehirns immer besser verstehen und kennenlernen sollten. Es hat zwar jeder Mensch ein Gehirn, aber nicht jeder weiß es so zu bedienen, dass er oder sie sein ganzes Potential nutzt.

Wir sollten vom Gehirnbesitzer zum Gehirnbenutzer werden. Unser Gehirn ist auf Lebenslanges Lernen ausgerichtet.

Und genau das dürfen wir uns zur Aufgabe machen. Wir dürfen aktiv die Denkräume erweitern.

Unsere Gedanken und Gefühle kennen und deuten können. Den unbewussten Teil unseres Nervensystems sollen wir mit Erfahrungen und Informationen füttern, so dass es gezielt für uns

arbeiten kann. Und uns vor allem bei schwierigen Entscheidungen schnell und richtig hilft Bilder der Zukunft malen Unser Gehirn arbeitet mit Bildern.

Außerdem will es immer Antworten auf Fragen finden.

Insbesondere unsere Denkerstirn, der präfrontale Kortex ist darauf ausgerichtet: Wichtig ist deshalb
die richtigen Bilder gedanklich zu malen und die richtigen Fragen dazu zu finden.

Neue andere Fragen ergeben sich oft, wenn wir gedanklich und bildlich in die Zukunft reisen und diese mit allen Farben und Formen ausmalen.

Wie sieht diese Zukunft aus, was sehen wir? Was verbirgt sich hinter diesen Bildern? Was müsste passieren damit dies war werden kann? Eine solche bildliche Gedankenreise hat großes Potential für die individuelle und gesellschaftliche Entwicklung. 

Emotionen für die Zukunft

Der nächste Schritt ist das Bild bzw. die Bilder mit Emotionen anzureichern. Wie fühle ich mich in
einer solchen neuen Zukunft? Sollte ich das Bild vielleicht ändern, um mich besser zu fühlen?

Bei welchem Bild bin ich glücklich? Welches Bild ergibt für mich einen Sinn? Unser emotionales Gehirn, das limbische System ist noch einmal stärker motivierend und löst so fast alle möglichen
Schwierigkeiten. Oft bestimmen unsere Emotionen unsere Entscheidungen. Deshalb ist es wichtig
unseren rationalen Entscheider im Präfrontalen Kortex mit den Emotionen abzugleichen.

Dies ist ein
wichtiger Wesenszug des Menschseins. Vor allem die Empathie, unser Einfühlungsvermögen und damit der emotionale Blick in die Zukunft, ist eine fundamentale menschliche Zukunftseigenschaft.
Wir haben es in der Hand uns eine qualitativ hochwertige Zukunft auszumalen und sie auch so zu gestalten.

Körperliches Empfinden für die Zukunft

Unsere Emotionen bestimmen unser Körpergefühl und die Reaktionen unseres Körpers. Auch unser Immunsystem ist vom Stresslevel und von unseren Emotionen abhängig.

Jeder kennt die körperlichen Reaktionen die durch Angst oder Stress ausgelöst werden. Diese Reaktionen schwächen uns in der Regel. Wichtig ist das es auch umgekehrt funktioniert, unsere Körperhaltung beeinflusst auch unsere Emotionen.

Somit lassen sich durch eine geänderte Körperarbeit, positive Emotionen kreieren. Damit kann man wunderbar sich und andere in Stimmungen bringen, die wirklich einer sinnhaften Zukunft dienlich sind. So entsteht ein gutes Körpergefühl und damit auch eine gute körperliche Gesundheit, die für die Zukunft wichtig ist. Vor allem eine gute Immunabwehr ist fundamental und das Wissen darüber, wie dies zu erreichen ist.

Zusammen mit anderen – Spiegelneurone nutzen

Das wichtigste ist, dass wir Menschen soziale Wesen sind und ohne Verbundenheit und Zugehörigkeitsgefühl nicht auskommen. Wir brauchen andere Menschen zum Leben. Schon von Geburt an sind wir darauf programmiert, von und mit anderen Menschen zu lernen.

Die Spiegelneuronen in unserem Gehirn ermöglichen uns, andere nachzuahmen und so am menschlichen Modell zu lernen. Wir fühlen uns gut mit anderen, Unsere mentale und körperliche Gesundheit hängt davon ab. Kooperation und Zusammenarbeit sind fundamental, um Dinge weiterzuentwickeln.

Wir sind einzeln lebendige Wesen und zusammen ein lebendiges System, das stetige Weiterentwicklung und Anpassung, aber auch evolutive Durchbrüche möglich macht.

Fazit

Ein rationales, emotionales und körperliches Empfinden für die Zukunft, das wir gemeinsam mit anderen entwickeln, kann der erste Schritt sein, um das besondere des Menschseins in der Zukunft zu eruieren und dann mit den technischen Möglichkeiten zu vernetzen.

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