Lernen für die Zukunft: 18 ExpertInnen teilen ihre Gedanken darüber, was wir aus der aktuellen Situation für die Zukunft lernen können

Erfahre mehr und lerne selbst. Denn um die Zukunft zu gestalten brauchen wir einige Veränderungen und wir dürfen für die Zukunft lernen. Die Frage ist …

Sind wir bereit dafür?

Ich habe 18 Top-ExpertInnen gebeten, ihre Gedanken und Herausforderungen zu teilen, die sie positiv in ihrer beruflichen Entwicklung erlebt haben. Und welche beruflichen Ziele sie in diesem Jahr verfolgen. Beim Lernen für die Zukunft.

Was 18 ExpertInnen denken, die sich den Themen Wandel und Weiterentwicklung verschrieben haben

Diese drei Fragen habe ich den 18 ExpertInnen zum Lernen für die Zukunft gestellt:

1. Was sind drei Dinge, die du aktuell als positiv für deine berufliche Entwicklung erlebst?
2. Welche Dinge würdest du auf jeden Fall nach dem Lockdown beibehalten?
3. Was sind deine beruflichen Ziele dieses Jahr?

Hier sind die Antworten der 18 ExpertInnen zum

Lernen für die Zukunft

dr-frauke-fischer-lernen-fuer-die-zukunft

Sie studierte in Frankfurt und den USA Biologie und hat an der Universität Würzburg über die nachhaltige Nutzung von Antilopen in der Côte d’Ivoire (Westafrika) promoviert.

  1. Immer mehr Menschen und Unternehmen erkennen, das Biodiversität mehr ist als
    “Naturliebe”. Das gibt Hoffnung dafür, dass die Bedeutung von “Naturkapital” endlich richtig eingeschätzt wird.
  2. Online-Vorträge (wenn auch nur als Ergänzung zu Präsenz).
  3. Noch mehr Entscheider mit den Thema Biodiversität und Ökosystemleistungen erreichen. Unseren Kleinbauern in Peru noch mehr Kakao und Kaffee abkaufen und die Produkte erfolgreich in Deutschland vermarkten.
christian-klein-lernen-fuer-die-zukunft

Seit über 10 Jahren beschäftige ich mich in der Forschung ausschließlich mit dem Thema „Sustainable Finance“ oder „Nachhaltige Finanzwirtschaft“.

  1. Workshops per Videokonferenz funktionieren. Viele Videochats pro Tag sind zwar anstrengend, aber erstaunlich produktiv. Der Themenbereich „Nachhaltigkeit“ wird trotz (oder wegen?) Corona immer wichtiger.
  2. Ich werde nicht mehr so viel Reisen wie früher.
  3. Alles dazu beitragen, dass unsere Finanzwirtschaft nachhaltiger wird.
greta-silver-lernen-fuer-die-zukunft

Greta Silver, 73jährige youTuberin, BestsellerAutorin, Podcasterin, Rednerin – sie erzählt der Welt wie cool es ist Alt zu sein und wie wir selbst Leichtigkeit in unserem Leben kreieren. Ihr Credo: Die Zeit von 60 bis 90 ist genau so lang wie die von 30 bis 60.

  1. Ich bin fasziniert, wie viel Nähe auch digital entstehen kann bei Vorträgen mit persönlichem Austausch. Da sind die Veranstalter sehr einfallsreich – ob ich selbst real auf der Bühne stehe und alle schauen digital zu, oder im Gespräch mit einem Moderator, der auf der Bühne steht und ich bin per Zoom zugeschaltet – sehr viel ist möglich. Sogar mein TEDxTalk fand digital statt mit Chaträumen hinterher mit den Zuschauern. Aber auch mein Mentoringbereich zeigt mir, dass ein persönliches
    sich gegenüber sitzen nicht immer sein muss – es geht auch per Zoom. Es erweitert deutlich das Tätigkeitsfeld, erspart zeitaufwändige Anreisen.
  2. Weniger Reisen, deutlich mehr digitale Möglichkeiten nutzen, als vorher.
  3. Oh das ist ganz einfach zu beantworten – ich schreibe mein Drittes Buch: „Bring Dich selbst zum Leuchten“. Ich tauche so gerne ab in meine Themen – ein Hochgenuss.
dr-josephine-worseck-lernen-fuer-die-zukunft

Als Heilpraktikerin, Yoga-, Meditations- und Wim Hof Trainerin bietet sie vielfältige Seminare, Einzelbehandlungen und persönliche Coaching-Gespräche an.

  1. Ich erhalte mehr Anfragen für digitale Meditations- & Atemworkshops von Firmen & darüber freue ich mich sehr!
    Seit dem ersten Lockdown bitten mich immer mehr Menschen um ein Interview, Podcast bzw. eine digitale Kongressteilnahme oder ein privates Online Coaching. Da der erste Lockdown jedoch auch mit der Veröffentlichung meines Buches ” Die Heilkraft der Kälte” im April 2020 zusammenfällt, denke ich, dass dieser Erfolg nicht nur durch Corona bedingt ist.
    Da viele Präsenzworkshops entfallen, habe ich mehr freie Wochenenden und verbringe mehr Zeit draußen in der Natur! Das gibt mir Energie und Kraft für die zukünftigen Projekte.
  2. Definitiv werde ich mir auch in Zukunft mehr freie Wochenenden gönnen – und nicht mehr jedes Wochenende für nationale und internationale Workshops verplanen.
  3. Ich habe meine beruflichen Ziele den Möglichkeiten angepasst und wünsche mir für dieses Jahr, einfach mehr (Frei-)Zeit für die schönen Dinge im Leben!
julia-ulrich-lernen-fuer-die-zukunft

Restaurantbesitzerin “The Green Garden” in Salzburg und Gründerin “Smart Fox Packaging”.

  1. Zeit haben zu reflektieren und Zeit zu haben, generell neue Sachen auszuprobieren. Mehr Zeit für sich selbst zuhaben.
  2. Mir Zeit freischaufeln für andere Dinge die mir Spaß machen. Nicht wieder in das Hamsterrad zurückzukehren.
  3. Mein Restaurant für die Zukunft auszurichten. Andere Firmenstruktur einführen – Selbstbedienungssystem, weniger Personal Abhängigkeit. Neue Restaurant Konzepte gestalten und Verpackungsfirma positionieren.
sabine-omarow

Praxis für Sinn Lerntraining. Jedes Kind und jeder Mensch will von Natur aus lernen! Wenn ein Kind nicht lernen will, dann hat das Ursachen!

  1. Positiv ist für mich, dass inzwischen klar ist, dass der Onlineunterricht und die Onlinefortbildung ein wunderbare Möglichkeit sind. Ich habe schon vor dem Lockdown Onlineunterricht angeboten und bereits 3 Onlinekongresse veranstaltet. Als der Lockdown begann, konnte ich sofort, von gestern auf heute, in den Onlineunterricht wechseln. Anders gesagt, ein großes Glück für mich, da ich keine finanziellen Einbußen erleben musste, wie so viele andere. Die Eltern meiner Schüler waren und sind begeistert, es ging weiter. Das hat sich natürlich schnell herumgesprochen, so dass ich inzwischen eine Warteliste habe.
    Außerdem veranstalte ich gerade den 4. LRS-Kongress (Lesen, Rechnen, Schreiben), das ist ein Onlinekongress. Und auch hier habe ich viel mehr Erfolg.
  2. Für mich ist klar, dass der Präsenzunterricht nicht durch den Onlineunterricht vollständig ersetzt werden kann. Der muss unbedingt bleiben. Wir haben zwar wunderbare Möglichkeiten durch das Internet erhalten, aber beim Lernen braucht es viel mehr, auch die Beziehung, Zuwendung, Interaktion. Außerdem ist es sehr anstrengend den ganzen Tag vor dem Bildschirm zu sitzen. Eine
    gute Kombination sollte die Zukunft sein.
  3. Natürlich ist mein berufliches Ziel nun auf den 5. LRS-Kongress gerichtet, der dann im März 2022 stattfinden wird. Es ist ja schon der 5. Kongress. Da möchte ich natürlich auch noch etwas Besonderes machen. Ich habe in diesem Jahr so viel Zuspruch erhalten. Nächstes Jahr möchte ich es feiern, dass das bereits der 5. Kongress ist.
wolfgang-zimmermann

Leadership Experte, Speaker und Vordenker für unternehmerisch geführte Organisationen.

  1. Ich werde mir noch klarer über die Essenz meines Tuns. Ich achte noch mehr auf die Feinheiten meiner Arbeit, sei es in Coachings, beim Schreiben oder Nachdenken. Und ich bin dankbar für gute Vernetzung und meine Erfahrung.
  2. Jeden Tag: Achte die kleinen Dinge: Natur – Atmen -Lächeln
  3. Meinen neuen Vortrag „ Zeitreise der Babyboomer“ endlich auf die Bühne bringen. Mit Kollegen neue Angebote schaffen mir Erlebnisbezug zum Thema Leadership und Berge. Berge sind schon immer mein Thema und eine eine Gute Inspirationsquelle. Und natürlich meinen Bestand pflegen.

Ich will, dass du so viel Geld verdienst, wie du willst – und dabei Spaß hast und etwas tust, was dir am Herzen liegt. Mir wurde zu lange gesagt, dass das nicht geht. Meine Mission ist die finanzielle Unabhängigkeit für alle – und vor allem für Frauen.

  1. Einige meiner Kunden, die noch nicht bereit waren ihre Dienstleistungen komplett online anzubieten, sind durch die Pandemie dafür offen und haben ihr Mindset und ihr Angebot angepasst. Jetzt erleben sie seit gut einem Jahr, wie gut es funktioniert und dass sie dadurch noch mehr Menschen erreichen können.
    Ich nehme mir mehr Zeit für meine Weiterbildung und nehme gerade an einem
    ergänzenden Coaching-Zertifizierungsprogramm in den USA teil.
    Mein Arbeitsalltag hat sich kaum verändert: Da ich meine Coachings und Programme
    schon länger online anbiete, haben sich die Maßnahmen der Pandemie vor allem privat ausgewirkt. Allerdings glaube ich, dass jetzt noch mehr Menschen bereit sind, sich auf Online-Coachings einzulassen.
  2. Kurzum, ich hab während des Lockdowns Vorträge in Netzwerken gehalten oder online NetzwerkVeranstaltungen besucht. Vorher gab es weniger Möglichkeiten dazu. Auch wenn ich mich freue, nach der Pandemie wieder viele Menschen offline zu treffen, würde ich mir diese Online-Möglichkeit des Netzwerkens nicht mehr entgehen lassen.
  3. Denn in meiner Mastermind und im Einzelcoaching werde ich 10 Kund*innen dabei begleiten, ihre ersten 100.000€ Umsatz zu verdienen. Im Team legen wir dieses Jahr den Fokus darauf, alle Prozesse der Firma zu optimieren, zu standardisieren und zu dokumentieren. Darüber hinaus hab ich ein konkretes
    finanzielles Ziel, das ich erreichen will.
steffen-tepel

Parallel zu seiner leistungssportlichen Karriere (Deutsche Nationalmannschaft Nordische Kombination, u.a. Juniorenweltmeister und Weltcupteilnehmer) studierte er an der Universität Freiburg Sportwissenschaften und wurde 2011 als Hochschulsportler des Jahres in Deutschland ausgezeichnet und in die „Hall of Fame“ des ADH aufgenommen.

  1. Aufgrund des Lockdowns sind wir gezwungen unsere Seminare aus dem Neurozentrierten Training online abzuhalten. Diese Form der Materialpräsentation ist doch erstmal sehr stark anders als es bei einem Live Seminar der Fall ist. Folglich haben wir allerdings eine Tugend daraus gemacht. Und haben eine Art Lerntool daraus gebaut.
  2. Online Konzeptionen! Live Trainings und Teachings werden auch in Zukunft unseren Kern ausmachen. Trotzdem sind wir froh dass wir nun online entsprechende Alternativen haben. Denn die Zukunft ist digital und hier sind wir sicher in Zukunft mit immer besseren digitalen Produkten vertreten.
  3. Wir wollen unsere Kursziele für Trainer, Therapeuten aber auch die Trainingskurse für Athleten bis Ende des Jahres weiterentwickeln. Ich freue mich auf den 31.12. um zu sehen wie viel wir geschafft haben.
monika-birkner

Für vielseitige Solopreneure. Du brauchst deine Vielfalt nicht unnötig zu beschneiden. Der Schlüssel für deinen Erfolg ist, aus all den Einzelteilen ein einheitliches Ganzes zu schaffen.

  1. Ich bin an meinem Platz angekommen und habe eine klare Vision für die Zukunft. Wunderbare Kunden mit spannenden Themen. Denn ich packe wichtige Projekte an und führe sie zum Abschluss.
  2. Mir noch öfter vor Augen zu führen, was alles gut ist in meinem Leben und Business. Noch mehr darauf zu achten, welche Informationen ich zu mir nehme. Und mich konsequent von den
    Medien und Menschen verabschieden, die mich herunterziehen. Folglich, noch mehr als bisher Herausforderungen jeglicher Art als Chance zu sehen, #StrongerThanBefore daraus hervorzugehen.
  3. Kurzum, sichten alles dessen, was schon vorhanden ist. Und es weiter systematisieren und komprimieren. Neue Formate zu schaffen, um mein Know-how an andere weiter zu geben. Mit neuen Wegen im Marketing experimentieren.
christian-heeb-lernen-in-zukunft

Foto Reisen & Workshops. Professioneller Fotograf und Workshop Leiter seit 1989. Neben der fotografischen Arbeit veranstaltet er ausgewählte Fotoreisen und Workshops. Immer an Orten und in Ländern, wo er sich auskennt.

  1. Mehr Zeit zum Nachdenken und planen dank Covid.
  2. Online Präsenz und Blogs…
  3. Aufarbeitung von Beständen im RAW file Archiv für meine Agenturen weltweit.
negah-amiri

Standup Comedy & Moderation Comedy Newcomerin mit dem speziellen Vornamen! Auch als Moderatorin ist sie sehr gefragt. Und war bei diversen Events als Moderatorin tätig.

  1. Ich habe die Intention meiner Arbeit durch die Stille, die jetzt gekommen ist, hinterfragt. Denn ich stelle mir grundlegende Fragen wie: Welche Botschaft hat meine Arbeit, welche Ziele hat meine Arbeit? Kurzum, ich möchte mit meiner Arbeit Menschen immer ein Stück glücklicher und zufriedener zu machen.
  2. Die Stille, ich finde Stille ist auf jeden Fall eine Sache, die sich sehr positiv auf das Leben auswirken kann, wenn man sie annehmen kann. Anders gesagt, möchte ich gerne große Ziele loslassen und mich auf den jetzigen Moment fokussieren. Um aus der Gegenwärtigkeit heraus, meinen Beruf noch besser ausüben zu können. Denn ich glaube, wenn man in der Stille ist, schafft man viel viel besser, die Botschaft der Arbeit zu transportieren.
  3. Meine beruflichen Ziele sind, dass die Dinge, die ich tue, aus Liebe zur Arbeit geschehen und dass es Dinge sind, die mich auch innerlich erfüllen. Und dass ich Aufträge annehmen, womit ich vollkommen im Einklang bin und das mit einer guten Intention.
    Deswegen ist ein weiteres Ziel, Menschen zum Lachen zu bringen, sie zu entertainen. Und dass jeder Mensch nach einer Begegnung mit mir ein Lächeln im Gesicht hat.
kristina-wolf

Bewusster und entspannter leben. Denn das Ziel ist es, so vielen Men­schen wie mög­lich einen ein­fa­chen und direk­ten Zugang zu der wis­sen­schaft­lich beleg­ten Kraft von Medi­ta­tion und Acht­sam­keit zu geben.

  1. Die Möglichkeit remote von überall aus arbeiten zu können. Konzentriertes und fokussiertes Arbeiten im Homeoffice. Die digitale Vernetzung von Menschen aus unterschiedlichen Standorten.
  2. Flexibilität. Den Mix aus Homeoffice- und Officearbeit. Ein stärkeres Bewusstsein und Verständnis für seine KollegInnen.
  3. Mich im Unternehmen vertiefend als Projektmanagerin zu etablieren und weiterhin spannende, neue Themen erlernen. Kurzum, Netzwerke aufbauen. Und Achtsamkeit/Meditation weiter im BGM vorantreiben.
silke-schulz

Als ehemalige Leistungssportlerin mit Shaolin Chi Kung zur Heilung und Regeneration… Aktivieren Sie Ihre, von der Natur gegebenen Selbstheilungskräfte und helfen Sie Ihrem so einzigartigen, wertvollen Körper, gesund und vital zu werden.

  1. Ich habe Zeit, mich weiterzubilden, zu lesen und mich um mein neues Business zu kümmern. Hier gilt sich den neuen Gegebenheiten anzupassen ( Online – Kurse, Blogs/Infos über aktuelle Themen ). Aufgrund meiner beruflichen Erfahrung im Steuerrecht kann ich einigen Menschen in vielen Sachen behilflich sein und etwas ” zurück geben “.
  2. Meine tägliche Meditation, mir mehr Zeit für mich nehmen, Freunde zu Hause treffen. Ab und zu nach Hilfe fragen.
  3. Mein neues Business an den Start bringen, flexibel die neuen Gegebenheiten und Anforderungen in meine Angebote einfließen lassen. Und vor allem mutig neue Wege gehen.
oliver-albrecht

Medienexperte, Regisseur & Speaker. Es ist an der Zeit, mehr als nur reine Werbung zu machen, denn heutzutage brauchen wir Emotionen um mehr zu bewegen!

  1. In den letzten 16 Monaten haben viele Unternehmer die Digitalisierung, Branding und Positionierung für sich entdeckt, genau diese Bereiche sind eine Grundlage meiner täglichen Arbeit. Eines der Dinge, die mir besonders positiv aufgefallen sind, ist die wachsende Motivation, sich neu zu entdecken – durch dieses “sich selbst neu entdecken”, entstehen viel mehr Möglichkeiten, das zu machen, was man wirklich will. Der zweite positive Teil, der aktuell entsteht, ist das Bewusstsein für sich und

    anders, besonders die Achtsamkeit auf andere in unserer Umgebung wächst und damit zugleich auch der Anspruch an sein eigenes Verhalten. Zu guter Letzt merke ich im täglichen Leben, dass sich Marketing stark verändert und das gefällt mir, dadurch kommt frischer Wind in die Branche.

  2. Diese Frage hat viele Antworten und zugleich auch viele Fragen in sich selbst, doch so spontan betrachtet finde ich, dürfte das Thema Homeoffice bleiben. Mir ist bewusst, dass Homeoffice für viele Menschen eine große Herausforderung darstellt, denn jahrelang wollten alle “Homeoffice” haben und jetzt, wo es möglich ist – wills keiner mehr.

    Ich arbeite seit über 13 Jahren im Homeoffice (natürlich bin ich auch in der Abwechslung, jedoch findet ein Großteil meiner Arbeit zu Hause statt), in diesen langen Jahren habe ich die Licht und Schattenseiten dieser Arbeitsweise erlebt und möchte auch mitgeben, dass der Raum der Arbeit zugleich ein Raum der Kreativität, Ruhe und Entspannung sein sollte – Energie fließt überall, wo wir uns bewegen und existieren!

  3. Der Ausbau unserer Digitalagentur steht dieses Jahr groß im Fokus, dabei habe ich als Geschäftsführer den Blick auf Innovation, Teamausbau und zugleich stärken unserer Marktposition.
    Diese Bereiche haben wir bereits letztes Jahr mit einem Umsatzplus aktiv ausbauen können und Ziel ist es, dieses Plus nochmals zu verdoppeln, denn der Markt ist bereit für neue Marketingkonzepte und Ideen.
tobias-conrad

Life Coach und Speaker, Mentor für Menschen, die bereit für das nächste Level sind. Unternehmen und Teams voranbringen durch Strategie und persönliche Entwicklung.

  1. Jede Herausforderung schafft Möglichkeiten. Alles was wegfällt oder einem genommen wird schafft Platz für Neues. Wir alle kennen solche Sprüche oder so ähnliche. Und genau so ist es. Situationen haben immer die Bedeutung, die wir ihnen geben und welches Mindset wir kreieren, so können wir handeln. Im vergangenen Jahr durfte ich das, wie die meisten von uns, im extremen erleben.
    Danke für die gute Frage

    Denn es ist eine Frage, die mich erneut reflektieren lässt und ich bin dankbar, über die positiven Möglichkeiten, die sich ergeben haben.
    Ich bin Life Coach und Speaker. Gerade in den Bereichen Speaking und als Ausbilder findet mein beruflicher Alltag in der Regel „offline“ statt. Als auf einen Schlag alle Veranstaltungen, für die ich gebucht war, abgesagt wurden, durfte ich direkt beginnen neue Möglichkeiten und Chancen zu entdecken. Das alte Business hat nicht mehr funktioniert und irgendwie war mein Gefühl von Anfang an, das wird länger dauern.

    Wir haben direkt begonnen das Geschäftsmodell zu verändern und ich kann heute sagen, mein Business läuft besser und vor allem unabhängiger als zuvor.

    Eine weitere positive Entwicklung war, dass ich Dinge neu aufgerollt habe und mir Zeit genommen habe mich spitzer auszurichten. Ich durfte mich intensiver mit Zielgruppendefinierung auseinandersetzten und erreiche dadurch meine Klienten für Mentoring direkter.

    Meine Themen sind Speaking, Sichtbarkeit und Bewusstseinsarbeit in die Tiefe, welche genau jetzt für viele Unternehmer, Selbständige und Coaches eine hohe Relevanz haben. Ebenso die Notwendigkeit Geschäftsmodelle zu entwickeln oder zu ändern, die eigene Positionierung klar zu transportieren oder sich im Dschungel der online Angebote präzise auszudrücken, um gesehen zu werden. Ich bin dankbar so vielen Klienten, gerade in so einer Zeit, begleiten zu dürfen und Stolz das sie solch enorme Ergebnisse schaffen.

    Auch als Plus zähle ich für mich die Zeit des Austausches. Viele tolle Menschen in meinem Umfeld, wie auch ich, hatten eine komplett neue Zeiteinteilung. Wir hatten mehr Möglichkeiten uns auszutauschen und zu inspirieren. Aus einem dieser wertvollen Gespräche hat sich sogar eine unglaubliche Idee entwickelt, die uns dazu bewegt hat, ein neues Startup zu gründen.

  2. Das ist ganz besonders ein Ding. Dazu muss ich kurz ausholen. Mein Tun ist es, Menschen zu begleiten, die ihr Business aufbauen oder innovativ erweitern möchten, ihre Blockaden lösen und sie durch individuelle Prozesse zu ihrem Traum-Business zu führen. Sie gehen mit einer umsetzbaren Idee und einem Plan aus dem Mentoring und einige unterstütze ich bei der Umsetzung.

    Es gab nur einen, bei dem ich diese Prozesse nicht so bewusst durchgegangen bin. Für ihn habe ich mir nicht die Zeit genommen. Dieser jemand bin ich selbst. Ich habe es mir nicht mehr gegönnt – Planung und Fokussierung. Diesen Fehler werde ich nie wieder machen. Ich gönne mir die Zeit für meine Visionen, meine Ausrichtung, dies werde ich mir auf jeden Fall beibehalten.

  3. Für mich persönlich ist 2021 ein besonderes Jahr. Wir starteten direkt mit Deutschlands größtem Online Event, dem Inspiration Summit rein und genauso spannend geht es weiter. Ein Projekt, dass über die letzten Jahre ging, kommt zum Finale und wir bringen ein neues Startup zum Laufen.

    Denn für meine Mentees werden sich wieder außergewöhnliche Business Strategien herauskristallisieren, die fliegen lernen und sie in ihre wahre Größe bringen. Wir werden den Bereich online Ausbildungen erweitern und ich freue mich besonders darauf meinen YouTube Kanal mit vielen tollen Interviews
    und Inspirationen auszubauen
sonja-von-behrens

Historikerin, Autorin und Regisseurin, Erstellung von Biografien und Unterstützung bei Autobiografien durch ein Lebensgeschichtliches Interview.

  1. Auf Platz 1 steht bei mir definitiv die Ruhe, die der Lockdown in mein Berufsleben gebracht hat. Daraus resultiert bei mir eine klare Fokussierung auf die wichtigen Dinge. Ich konnte mein Buchprojekt (“Polendörfer“) zu Ende bringen. Die somit freigesetzte Kapazität kann ich jetzt für andere Projekte nutzen.
  2. Berufliche Reisen auf ein Minimum zu reduzieren, möchte ich gerne nach Corona
    beibehalten.
  3. Ich möchte mehr Lebensgeschichtliche Interviews führen und Familien dabei
    unterstützen, ihre Familiengeschichten festzuhalten und damit weiterzugeben. Gerade in Zeiten, wo wir durch äußere Umstände vermehrt an unsere Grenzen stoßen, kann das Wissen um die Stärken in der Familie helfen, Krisen zu bewältigen.
dennis-freischlad

Autor, dumont Reise. Der Künstler Dennis Freischlad hat an einer drei-monatigen Studie der ESA-NASA teilgenommen. Er ist weit gereist und hat für Dumont viele Reiseabenteuer-Bücher geschrieben.

  1. Zeit. Die Möglichkeit der Zeit. Als Künstler, der hauptsächlich am Schreibtisch arbeitet, hat sich in meiner Arbeitswelt- und weise durch den dauerhaften Lockdown wenig geändert.
    Aufgrund der eingeschränkten Reisefreiheit besaß ich, wenn auch ungewollt, mehr Zeit, mein neues Buch zu beenden. Die gesamtberufliche Entwicklung für Autoren und andere Künstler ist natürlich katastrophal – kaum staatliche Hilfen und der Ausfall aller Lesungen, Veranstaltungen etc..
  2. Viel Schlaf. Er hält gesund und wach. Und Eigenmotivation. Wer sich auf die neuen Bedingungen einstellt und in der Krise nach Lösungen sucht und solche auch findet, wird zwangsläufig davon profitieren.
    Disziplin (Arbeitspensum, Sport, gesunde Ernährung) ist umso ertragreicher, wenn sie schwieriger umzusetzen ist und auf viele Widerstände trifft. Wer es in den letzten 12 Monaten geschafft hat, sich zu stärken anstatt sich schwächen zu lassen, wird die Erfahrung dauerhaft für sich nutzen können.
  3. Im Mai, während eines Schreib-Stipendium in der Schweiz, mit der Arbeit an meinem neuen Buch zu beginnen. Und hoffentlich im Dezember, wenn das aktuelle Buch erscheinen wird, wieder Lesungen zu veranstalten.

Vielen Dank, für deine Zeit, um diesen Beitrag zu lesen. Ich hoffe, dass er für dich von Wert war. Und das du etwas daraus gelernt hast. Für das Lernen in der Zukunft.

Ich möchte auch allen ExpertInnen, die dieser Zusammenfassung beigetragen haben, ein großes Dankeschön sagen. Es war eine absolute Freude, mit Euch allen zu sprechen. Und gemeinsam zu reflektieren was wir für die Zukunft Lernen und wie das Lernen in der Zukunft sein kann.

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© whitehoune/iStock

rbb Fernsehen, Sendung rbb Praxis am 15.1.2020 Quelle: ARD Mediathek

Gute Vorsätze - wie klappt's wirklich?

Fast jeder nimmt sich für das neue Jahr etwas vor: weniger Alkohol, gesünder essen, mehr Sport. Laut einer Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK wollen zum Beispiel 64 Prozent der Deutschen in den kommenden Monaten Stress vermeiden oder abbauen.

Doch Mitte Januar haben viele ihre guten Vorsätze dann schon wieder gebrochen. Wie schaffen wir es, dass gute Vorsätze auch gelingen?

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Berliner Morgenpost
04-08-2019

„Lady Brain“ ist eine Wilmersdorferin

Gehirnexpertin Maria Hoffacker gewinnt beim doppelten Speaker Weltrekord den Excellence Award.

Wenn sie das Funkeln der Erkenntnis in den Augen ihrer Gegenüber sieht, fühlt sich Maria Hoffacker selbst auch glücklich. „Das ist wunderbar“, sagt die Wilmersdorferin. Ihr Enthusiasmus ist ansteckend.

Die promovierte Wissenschaftlerin hat Biologie, katholische Theologie und Pädagogik studiert, forscht aber schon lange in einem Bereich, der die drei Fächer kombiniert, „an der Synchronisation von Geist, Körper und Seele“, sagt sie. „Mich hat schon immer diese Blackbox des Unterbewusstseins interessiert. Ich wollte herausfinden, wie Menschen eigentlich funktionieren“, sagt sie.

So ist es für sie kein Tabu, Erkenntnisse moderner Hirnforschung mit altem theologischen oder pädagogischen Wissen zu verknüpfen. Glaube ist für Hoffacker eine der größten Triebfedern menschlichen Verhaltens. „Uns überrascht oft die Wirksamkeit von Placebo-Medikamenten, und wir wissen auch um Spontan-Heilungen, die bisher in die Kategorie Wunder gefallen sind, weil wir einfach noch zu wenig darüber wissen, welche chemischen Prozesse im Körper allein durch Denken ausgelöst werden“, sagt sie.
Erkenntnis als Mittel gegen Manipulation

Hoffacker ist selbst immer wieder neu gestartet und hat neue Herausforderungen angenommen: als Meeresbiologin, Umweltmanagerin und als Wissenschaftsredakteurin. Sie ist Mutter, Unternehmerin und aktuell Dozentin für Biologische Psychologie im Studiengang Psychologie an der Hochschule Fresenius in Berlin. Sie will aber nicht nur ihre Studenten davon überzeugen, wie man kraft der Hilfe seines Denkens mentale Fitness erlangen, und sich damit sogar auch gegen Krankheiten wie Demenz und Alzheimer wappnen kann. Hoffacker arbeitet als Coach mit Einzelpersonen und Gruppen, mit denen sie Strategien für ein besseres Leben entwickelt. „Mein Ziel ist, dass die Menschen, die sich von mir spiegeln lassen, ihr eigenes Verhalten erkennen, und es verändern. Wisse man, wie eine neurolinguistische Programmierung beispielsweise in der Werbung funktioniere, sei man weniger leicht manipulierbar.
Darmbakterien sorgen für inneres Nachrichtensystem

Ihr Credo: „Wie sollen wir die Herausforderungen der Zukunft meistern, ohne die kreative Software unseres Gehirns verstehen und richtig anwenden zu können?“ Hoffacker räumt aber ein, dass das Wissen um das, was einen Menschen wirklich steuert, noch in den Kinderschuhen steckt. „Wir machen uns gerade erst auf, diese Prozesse zu erforschen und zu verstehen“, sagt Hoffacker. „Es ist beeindruckend, wie wichtig beispielsweise unser Darmgehirn ist, wenn wir Entscheidungen treffen“, sagt sie. Mehr als 1,5 Kilogramm Bakterien sorgen in jedem Menschen für eine Art inneres Nachrichtensystem, das alle Informationen zum Kopfgehirn transportiert.“ Da werde mehr übermittelt als nur „Hunger“ oder „Durst“. Am Darm seien fünfmal so viele Nervenzellen angesiedelt wie im Rückenmark. „Wenn wir also davon reden, auf unser Bauchgefühl zu vertrauen, hat das einen guten Grund. Der Bauch weiß viel und fühlt viel und trifft damit gute Entscheidungen“, ist Hoffacker überzeugt.

Überzeugen ist inzwischen mehr als ein Steckenpferd für die Wissenschaftlerin. Maria Hoffacker ist nun nicht mehr nur Expertin für das Gehirn – Lady Brain – sondern auch Redner-Weltrekordlerin. 160 renommierte Redner aus 15 Ländern traten jüngst in Stuttgart gegeneinander bei der ersten Silent Speaker Battle an. Jeweils vier Redner sprachen gleichzeitig auf der Bühne. Die Zuhörer trugen Kopfhörer, konnten entscheiden, welchem Redner sie zuhören wollten, und stimmten am Ende über den besten „Speaker“ ab. Hoffacker begeisterte mit ihrer Rede über die menschlichen Gehirne und qualifiziere sich für den direkt darauffolgenden Internationalen Speaker-Slam, zu dem 66 internationale Redner genau fünf Minuten Zeit hatten, um Jury und Publikum für ihr Thema zu gewinnen. Hoffacker überzeugte mit ihrer Rede über die Möglichkeiten schnelle und vor allem richtige Entscheidungen zu treffen und wurde mit dem Excellence Award ausgezeichnet.

Im August wartet auf Maria Hoffacker die nächste Mission, die Welt von dem zu begeistern, was im Körper der Menschen so vor sich geht: Dann wird sie in New York bei einem weiteren Internationalen Speaker-Slam antreten.

GABAL Tipp des Monats

Erfolg im Leben hängt auch davon ab, ob man sich seinen Ängsten stellt und ihnen zum Trotz handelt. gerade jetzt im Sommer nach dem Shutdown können wir unser Comeback mutig angehen. Welche Schritte das ermöglichen – darum geht es in dieser Podcastfolge von Dr. Maria Hoffacker. Die kleinen Mutproben im Alltag und Zivielcourage bringen uns weiter.

Reinhören >>

GABAL impulse 1/2020
Offizielles Organ der GABAL e.V. Impulse für Ihre erfolgreiche Unternehmens- und Persönlichkeitsentwicklung
Quelle: https://www.drmariahoffacker.com/wp-content/uploads/2021/01/GABAL-Impulse1-2020-final.pdf

GABAL News - Was wir aus der Gehirnforschung für unsere Zukunft lernen können

Wir haben viel vor: Digitalisierung und künstliche Intelligenz, sich verändernde Arbeitswelten und der Klimawandel – das sind die Herausforderungen in diesem Jahrzehnt.

PDF, ganzen Artikel Lesen >>

© dpa-Zentralbild/ Fotograf: Arno Burgi

BR24 – So gelingen die guten Vorsätze fürs Neue Jahr – von Sylvaine von Liebe
31-12-2019
Quelle: https://www.br.de/nachrichten/wissen/so-gelingen-die-guten-vorsaetze-fuers-neue-jahr-2020,Rm8FEjd

So gelingen die guten Vorsätze fürs Neue Jahr

Wollen Sie im neuen Jahr auch mehr Sport machen oder öfter eine Smartphone-Pause einlegen? Gehirnforscherin Maria Hoffacker erklärt, wie gute Vorsätze gelingen können. Das Wesentliche dafür ist, den Ablauf von Lernprozessen im Gehirn zu verstehen.

Es ist eigentlich jedes Jahr dasselbe: Zum Jahreswechsel nehmen wir uns bestimmte Dinge vor, die wir im neuen Jahr umsetzen wollen. Und meist scheitern wir schon nach wenigen Wochen an unseren ehrgeizigen Zielen. Doch das muss nicht sein. “Die meisten Neustarts scheitern, weil die Menschen gegen und nicht mit ihrem Gehirn arbeiten”, erklärt Maria Hoffacker, Gehirnforscherin und externe Lehrbeauftragte für Biologische Psychologie im Studiengang Psychologie an der Hochschule Fresenius in Berlin. Sie verrät, was wir beachten müssen, um Vorhaben erfolgreich umsetzen zu können.

Gehirn ist wie ein Computer: Zu viel Input macht es ineffektiver
“Für einen erfolgreichen Neustart ist es wichtig zu wissen, wie Lernprozesse im Gehirn ablaufen. Mit diesem Wissen fällt es uns leichter, Vorhaben tatsächlich umzusetzen.” Maria Hoffacker, Gehirnforscherin an der Hochschule Fresenius in Berlin
Das Gehirn arbeite wie ein Computer, sagt Hoffacker. Viele Programme und Webbrowser seien meist parallel offen. Wenn es zu viele sind, arbeitet das Gehirn allerdings genauso wie der Computer: langsamer und nicht mehr zielgerichtet.

Erster Schritt, wie Vorsätze gelingen: Ordnung im Gehirn schaffen
Erfolgversprechend für die Umsetzung guter Vorsätze ist daher, sich in einem ersten Schritt zu fragen: “Was will ich nicht mehr tun? Was kann ich weglassen, um Platz zu schaffen?” Oder – um im Bild des Computers zu bleiben: verschiedene Programme schließen, manche löschen. Hilfreich ist nach Ansicht Hoffackers auch, sich dies vorab genau zu überlegen und handschriftlich aufzuschreiben. Denn wie das Sprichwort “wer schreibt, der bleibt” schon sagt, festigt sich ein Vorhaben durch das Schreiben mit der Hand. Dies setze die ersten wichtigen Motivationsmarker in unserem Gehirn und schaffe Klarheit – auf dem Papier und im Nervensystem, so die Gehirnforscherin Hoffacker.

Zweiter Schritt, wie Vorsätze gelingen: klare Ziele
Im nächsten Schritt sollten wir uns fragen, was wir wirklich wollen. Hilfreich sei dafür laut Hoffacker, sich ein starkes Motivationsbild zu suchen und dies mit all unseren Sinnen erfassen. Was sehe ich, wenn ich zum Beispiel regelmäßig jogge oder mich gesund ernähre? Was tue ich konkret? Wie fühlt es sich an? Rieche oder schmecke ich dabei etwas? Denn auch auf positive Emotionen reagiert unser Gehirn.

Je emotionaler und bildlicher unsere Gedanken aufgeladen sind, umso stärker werden auch die Nervenbahnen. Es lohnt sich also, in ein Vorhaben Energie reinzustecken. Denn das Gehirn merkt: Sie oder er will das jetzt wirklich! Ein unterstützendes Umfeld kann für die erfolgreiche Umsetzung guter Vorsätze deshalb auch förderlich sein, sagt Hoffacker.

Dritter Schritt, wie Vorsätze gelingen: Zeit lassen und durchhalten
Ein weiterer wichtiger Faktor bei Neuanfängen wie den guten Vorsätzen zum Jahreswechsel ist die Zeit. Bis sich Neues im Gehirn etablieren kann, dauert es 30 bis 40 Tage.

“Hier empfehle ich, einen Aktionsplan zu erstellen – mit mindestens einer Handlung pro Tag, die mich meinem Ziel näherbringt. Einmal in der Woche sollten wir diesen Plan anpassen und uns neu motivieren.” Maria Hoffacker, Gehirnforscherin an der Hochschule Fresenius in Berlin
Denn Lernprozesse erforderten Durchhaltevermögen: Nach meist schnellen Fortschritten am Anfang einer neuen Tätigkeit, komme es später zu einer Stagnation. Das sei typisch für Lernprozesse im Gehirn, so Hoffacker.

“Währenddessen laufen die Prozesse im Gehirn jedoch weiter: Es entstehen neue Synapsen oder sie werden ausgebaut. Das dauert und erfordert Durchhaltevermögen während der Umbauphase.” Maria Hoffacker, Gehirnforscherin an der Hochschule Fresenius in Berlin
Ein Durchhaltevermögen, das sich in jedem Fall lohnt: Denn: “Nach dem Plateau folgt der exponentielle Sprung ins Ziel”, sagt Hoffacker. Auch hier sei es eben wie beim Computer, wenn es heißt: “Bitte warten Sie, bis das Programm installiert ist und unterbrechen Sie den Prozess nicht.”

Die häufigsten Vorsätze zu Neujahr
Nach einer Umfrage der Krankenkasse DAK sind die häufigsten Neujahrsvorsätze für 2020: weniger Stress, mehr Zeit für Familie und Freunde, mehr Sport, gesündere Ernährung und Abnehmen. In den vergangenen Jahren wurde aber auch immer häufiger weniger Computer-, Handy- und Internetnutzung als beliebter Vorsatz zum Jahreswechsel genannt.

© whitehoune/iStock

adhibeo. Wissenschaftsblog der Hochschule Fresenius von Melanie Hahn, 20.12.2019
Quelle: https://www.adhibeo.de/was-wir-aus-der-gehirnforschung-fuer-einen-neustart-lernen-koennen/

Was wir aus der Gehirnforschung für einen Neustart lernen können

Zum Jahresstart nehmen sich viele Menschen vor, einen Neustart zu wagen oder haben gute Vorsätze. Häufig scheitert es jedoch an der Umsetzung. Dr. Maria Hoffacker, Gehirnforscherin und externe Lehrbeauftragte für Biologische Psychologie im Studiengang Psychologie (B.Sc.) an der Hochschule Fresenius in Berlin , erklärt im Interview, welche Rolle das Gehirn spielt, wenn wir etwas Neues beginnen wollen und wie uns das Wissen um die Prozesse im Gehirn weiterhilft.

Für das neue Jahr nehmen wir uns häufig viel vor. Ratgeber mit Tipps, wie man gute Vorsätze auch tatsächlich umsetzt oder etwas Neues startet, gibt es viele. Sie empfehlen, dass wir uns zunächst mit der biologischen Basis unseres Gehirns beschäftigen sollten. Warum?
Die meisten Neustarts scheitern, weil die Menschen gegen und nicht mit ihrem Gehirn arbeiten. Für einen erfolgreichen Neustart ist es wichtig zu wissen, wie Lernprozesse im Gehirn ablaufen. Mit diesem Wissen fällt es uns leichter, Vorhaben tatsächlich umzusetzen. Dabei macht es einen Unterschied, ob wir etwas komplett Neues lernen wollen oder ob es schon erste Ansätze gibt.

Warum ist das so?
Unser Gehirn ist dreigeteilt. In der Großhirnrinde ist das bewusste Denken verankert. Das „Limbische System“ ist für die Steuerung unserer Emotionen zuständig. Der dritte Bereich ist das Stammhirn, auch Reptilienhirn genannt. Es ist die evolutionär älteste Region und regelt unsere Reflexe. Die drei Bereiche sind miteinander vernetzt und perfekt aufeinander abgestimmt. Dabei interagieren 86 Milliarden Nervenzellen. Jede dieser Zellen ist über zahlreiche Kontaktstellen, den sogenannten Synapsen, mit ihren Nachbarzellen verbunden. In der Entwicklungsphase eines jeden Menschen treten zunächst die erst jungen Nervenzellen mit den richtigen Partnerzellen in Kontakt. Dadurch entsteht ein Grundgerüst unseres Gehirns. Auch im Erwachsenenalter werden Kontakte zwischen Nervenzellen ständig auf- und wieder abgebaut.

Erst dadurch können wir lernen. Aber nicht jeder Zellkontakt macht Sinn. Stellt das Gehirn fest, dass manche dieser Verbindungen nur selten gebraucht werden, werden sie wieder abgebaut. Denn das Gehirn arbeitet sehr energieeffizient. Es ist das Organ unseres Körpers, das am meisten Energie verbraucht. Merkt das Gehirn, dass bestimmte Nervenverbindungen besonders häufig in Anspruch genommen werden, werden diese ausgebaut. Aus schmalen Trampelpfaden werden breite Wege. Oder anders gesagt: Das Gehirn merkt „Sie oder er will das jetzt wirklich!“. Also lohnt es sich, Energie reinzustecken. Die Folge: Das Gelernte verfestigt sich. Je emotionaler und bildlicher unsere Gedanken aufgeladen sind, umso stärker werden auch die Nervenbahnen.

Denn dann werden alle drei Gehirnteile involviert und können gemeinsam an einem Strang ziehen. Unser Gehirn denkt und fühlt in Bildern und überträgt dies auf unseren Körper. Denken sie zum Beispiel einmal an eine Zitrone. Was sehen sie vor ihrem geistigen Auge und was schmecken sie? Genauso können sie sich auch ein anziehendes Motivationsbild vorstellen. Nachts kommt die „Müllabfuhr“. Alles, was für unser Gehirn keinen Sinn macht, wird dann aussortiert und weggeschmissen. Allein aus diesem Wissen können wir bereits Einiges ableiten, um uns für einen Neustart zu wappnen.

Sie unterscheiden drei verschiedene „Gehirne“: Kopf, Herz und Darm. Welche Funktionen übernehmen die drei „Gehirne“?
Kopf, Herz und Darm spielen bei Entscheidungen eine wichtige Rolle. Vom Gehirn aus führt der Vagusnerv in den Körper, genauer gesagt in den Darm und zum Herzen. Das bedeutet: Es gibt einen direkten Draht zwischen Hirn und den beiden Organen. Herz und Darm werden bereits im Mutterleib als erstes großes unabhängiges Nervensystem angelegt. In diesen Nervensystemen liegen somit unsere ersten und ältesten Erfahrungen. Sie sind unbewusst, aber sehr weise.

Bei wichtigen Entscheidungen sind sie die besten Ratgeber, denn „man sieht nur mit dem Herzen gut“ und das „Bauchgefühl trügt nie“. Neueste wissenschaftliche Forschung beschäftigt sich intensiv mit dem Darm. So konnte nachgewiesen werden, dass die 1,5 kg Bakterien, die wir im Darm haben, wichtige Informationen an das Gehirn senden und Krankheiten wie beispielsweise Alzheimer vorbeugen können. Wichtig für das gute Funktionieren unseres Darmgehirns ist die Vielfalt dieser Bakterienkultur und damit eine gesunde Ernährung. Nicht ohne Grund hören wir auf unser „Baugefühl“. Häufig wissen wir intuitiv, was das Richtige für uns ist. In diesem Zusammenhang zitiere ich gerne Einstein: „Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk und der rationale Verstand ein treuer Diener. Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat“.

Für den Neustart heißt das: „Hören Sie auf ihre Intuition!“ Sich selbst zu erkennen, ist also entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung guter Vorsätze. Wozu fühlt man sich berufen? Wie tickt das Herz? Womit muss ich mich füttern? All dies sind wichtige Fragen. Bevor wir neu durchstarten, sollten wir uns die Zeit nehmen und sie beantworten.

Wie kann man sein Gehirn entsprechend aktivieren? Gibt es dafür Techniken und praktische Tipps?
Das Gehirn arbeitet wie ein Computer. Viele Programme und Webbrowser sind meist parallel offen. Wenn es zu viele sind, arbeitet es genauso wie der Computer langsamer und nicht mehr zielgerichtet. Wenn sie ein ganz neues Programm installieren wollen, müssen sie erst einmal genügend Platz auf der Festplatte schaffen.

Raum schaffen
Der erste Schritt ist also, sich zu fragen: „Was will ich nicht mehr tun? Was kann ich weglassen, um Platz zu schaffen?“ Das heißt – um beim Bild des Computers zu bleiben – ich muss meinen Computer aufräumen, Programme schließen oder löschen. Das sollte ich mir vorab genau überlegen und aufschreiben. Denn wie das Sprichwort „wer schreibt, der bleibt“ schon sagt, festigt sich ein Vorhaben durch das Schreiben mit der Hand. Dies setzt die ersten wichtigen Motivationsmarker in unserem Gehirn und schafft Klarheit – auf dem Papier und im Nervensystem.

Motivationsbild und positive Emotionen suchen
Im nächsten Schritt sollten wir uns darüber klar werden, was wir wollen. Wie bereits angesprochen, braucht das Gehirn Bilder. Daher sollen wir uns ein starkes Motivationsbild suchen und dies mit all unseren Sinnen erfassen. Was sehe ich, wenn ich zum Beispiel in einem neuen Job bin? Was tue ich konkret? Wie fühlt es sich an?

Rieche oder schmecke ich dabei etwas? Auch auf positive Emotionen reagiert das Gehirn. Daher ist es förderlich, sich ein unterstützendes Umfeld zu suchen. Freude ist ebenfalls ein „Anschieber“, mit dessen Hilfe wir besser lernen können.

Zeit lassen und durchhalten
Ein weiterer wichtiger Faktor bei Neuanfängen ist die Zeit. Bis sich Neues im Gehirn etablieren kann, dauert es 30 bis 40 Tage. Diese Erkenntnis stammt aus der Astronautenforschung. Astronauten lernen die Schwerelosigkeit erst, nachdem sie mindestens 30 Tagen in der Schwerelosigkeit waren. Nach dieser Zeit stellt sich ein Lerneffekt im Gehirn ein, der sich auch auf den Körper erstreckt. Bricht ein Astronaut vorher ab, fängt er wieder bei null an. Dies lässt sich auch auf andere Lernprozesse übertragen. Konkret bedeutet das: „Bleiben Sie dran!“.

Das Gehirn benötigt fortlaufende Wiederholungen, damit die Nervenbahnen entsprechend ausgebaut werden können. Hier empfehle ich, einen Aktionsplan zu erstellen – mit mindestens einer Handlung pro Tag, die mich meinem Ziel näherbringt. Einmal in der Woche sollten wir diesen Plan anpassen und uns neu motivieren.

Häufig merken wir, dass wir zu Beginn einer neuen Tätigkeit schnell Fortschritte machen. Dann stagniert es plötzlich. Das ist typisch für Lernprozesse. Währenddessen laufen die Prozesse im Gehirn jedoch weiter: Es entstehen neue Synapsen oder sie werden ausgebaut. Das dauert und erfordert Durchhaltevermögen während der Umbauphase. Aber es lohnt sich: Denn nach dem Plateau folgt der exponentielle Sprung ins Ziel. Auch hier ist es wie beim Computer „Bitte warten Sie bis das Programm installiert ist und unterbrechen Sie den Prozess nicht“. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg mit Ihrem Neustart ins neue Jahrzehnt.

Berliner Morgenpost
04-08-2019

„Lady Brain“ ist eine Wilmersdorferin

Gehirnexpertin Maria Hoffacker gewinnt beim doppelten Speaker Weltrekord den Excellence Award.

Wenn sie das Funkeln der Erkenntnis in den Augen ihrer Gegenüber sieht, fühlt sich Maria Hoffacker selbst auch glücklich. „Das ist wunderbar“, sagt die Wilmersdorferin. Ihr Enthusiasmus ist ansteckend.

Die promovierte Wissenschaftlerin hat Biologie, katholische Theologie und Pädagogik studiert, forscht aber schon lange in einem Bereich, der die drei Fächer kombiniert, „an der Synchronisation von Geist, Körper und Seele“, sagt sie. „Mich hat schon immer diese Blackbox des Unterbewusstseins interessiert. Ich wollte herausfinden, wie Menschen eigentlich funktionieren“, sagt sie.

So ist es für sie kein Tabu, Erkenntnisse moderner Hirnforschung mit altem theologischen oder pädagogischen Wissen zu verknüpfen. Glaube ist für Hoffacker eine der größten Triebfedern menschlichen Verhaltens. „Uns überrascht oft die Wirksamkeit von Placebo-Medikamenten, und wir wissen auch um Spontan-Heilungen, die bisher in die Kategorie Wunder gefallen sind, weil wir einfach noch zu wenig darüber wissen, welche chemischen Prozesse im Körper allein durch Denken ausgelöst werden“, sagt sie.
Erkenntnis als Mittel gegen Manipulation

Hoffacker ist selbst immer wieder neu gestartet und hat neue Herausforderungen angenommen: als Meeresbiologin, Umweltmanagerin und als Wissenschaftsredakteurin. Sie ist Mutter, Unternehmerin und aktuell Dozentin für Biologische Psychologie im Studiengang Psychologie an der Hochschule Fresenius in Berlin. Sie will aber nicht nur ihre Studenten davon überzeugen, wie man kraft der Hilfe seines Denkens mentale Fitness erlangen, und sich damit sogar auch gegen Krankheiten wie Demenz und Alzheimer wappnen kann. Hoffacker arbeitet als Coach mit Einzelpersonen und Gruppen, mit denen sie Strategien für ein besseres Leben entwickelt. „Mein Ziel ist, dass die Menschen, die sich von mir spiegeln lassen, ihr eigenes Verhalten erkennen, und es verändern. Wisse man, wie eine neurolinguistische Programmierung beispielsweise in der Werbung funktioniere, sei man weniger leicht manipulierbar.
Darmbakterien sorgen für inneres Nachrichtensystem

Ihr Credo: „Wie sollen wir die Herausforderungen der Zukunft meistern, ohne die kreative Software unseres Gehirns verstehen und richtig anwenden zu können?“ Hoffacker räumt aber ein, dass das Wissen um das, was einen Menschen wirklich steuert, noch in den Kinderschuhen steckt. „Wir machen uns gerade erst auf, diese Prozesse zu erforschen und zu verstehen“, sagt Hoffacker. „Es ist beeindruckend, wie wichtig beispielsweise unser Darmgehirn ist, wenn wir Entscheidungen treffen“, sagt sie. Mehr als 1,5 Kilogramm Bakterien sorgen in jedem Menschen für eine Art inneres Nachrichtensystem, das alle Informationen zum Kopfgehirn transportiert.“ Da werde mehr übermittelt als nur „Hunger“ oder „Durst“. Am Darm seien fünfmal so viele Nervenzellen angesiedelt wie im Rückenmark. „Wenn wir also davon reden, auf unser Bauchgefühl zu vertrauen, hat das einen guten Grund. Der Bauch weiß viel und fühlt viel und trifft damit gute Entscheidungen“, ist Hoffacker überzeugt.

Überzeugen ist inzwischen mehr als ein Steckenpferd für die Wissenschaftlerin. Maria Hoffacker ist nun nicht mehr nur Expertin für das Gehirn – Lady Brain – sondern auch Redner-Weltrekordlerin. 160 renommierte Redner aus 15 Ländern traten jüngst in Stuttgart gegeneinander bei der ersten Silent Speaker Battle an. Jeweils vier Redner sprachen gleichzeitig auf der Bühne. Die Zuhörer trugen Kopfhörer, konnten entscheiden, welchem Redner sie zuhören wollten, und stimmten am Ende über den besten „Speaker“ ab. Hoffacker begeisterte mit ihrer Rede über die menschlichen Gehirne und qualifiziere sich für den direkt darauffolgenden Internationalen Speaker-Slam, zu dem 66 internationale Redner genau fünf Minuten Zeit hatten, um Jury und Publikum für ihr Thema zu gewinnen. Hoffacker überzeugte mit ihrer Rede über die Möglichkeiten schnelle und vor allem richtige Entscheidungen zu treffen und wurde mit dem Excellence Award ausgezeichnet.

Im August wartet auf Maria Hoffacker die nächste Mission, die Welt von dem zu begeistern, was im Körper der Menschen so vor sich geht: Dann wird sie in New York bei einem weiteren Internationalen Speaker-Slam antreten.